film: little miss sunshine

- Willkommen in der Hölle.

- Danke. Es bedeutet mir eine Menge, dass du das sagst.

Little miss sunshine

musik: jann arden | living under june

Mit ein paar Anleihen aus Country und kleineren aus Pop schafft es Jann Arden immer wieder, dass meine Hand genau diese CD einlegt. Ihr gelingt es dabei scheinbar leicht, dass mein Kopf wieder frei wird - oder auch mein Herz aufgefüllt.

Anspieltipps: could I be your girl, demolition love, insensitive, living under june, unloved

Legale Drogen dazu: Wind landaufwärts, Sommerregen

Film: Der Tiger und der Schnee

Komik ist Tragik in Spiegelschrift.

Dichtete mal Max Herre.

Roberto Benigni spiegelt in Der Tiger und der Schnee durch die Gestik, Mimik und Handlung eines Clowns Schönheit, Poesie und Tragödie des Lebens wieder. Ähnlich wie das schon in Das Leben ist schön geschah.
Wer dabei auf seine hastiken Bewegungen und die Wörterflut verzichten mag, sollte auf diesen Film verzichten. Allen anderen sei dieser Film ans Herz gelegt. Wegen der Poesie. Wegen der Tragödie. Und wegen der Flut von Gefühlen, die im Film immer wieder durchscheinen. Gerade wenn Robert Benigni jemanden seine Liebe umschreibt. Jemanden, der die Worte nicht versteht, aber die Mimik und Gestik eines Clowns, dem es einfach nur Ernst ist - mit der Liebe.

Ein weiteres Bonbon ist sicher das eigens für diesen Film geschriebene Lied you can never hold back spring von Tom Waits.   ….ja!
link imdb.com

link kino.de 

Film: Elementarteilchen

Aller guten Dinge sind drei. Und nachdem al:x und auch Herr 40plusX positiv berichteten und auch mein Paris Einfluss auf mich ausübte, habe ich nun doch Elementarteilchen gesehen. Alles weitere bei den beiden genannten Herren oder bei imdb.com oder kino.de

musik: jann arden | living under june

Mit geborgten Noten aus dem Country-Bereich und Eingängigkeit aus dem Bereich der Popmusik hat es Jann Arden geschafft, dass meine Hand immer wieder nach dieser CD greift, wenn ich den Kopf frei kriegen will - oder das Herz aufgefüllt.

Anspieltipps: could I be your girl, demolition love, insensitive, living under june

Legale Drogen dazu: Schaukeln, Kopfhörer

Meinungsposaune

   I.

   Also das Konzert von social distortion war mal eins von den guteren. Ordentlich Rock’n'Roll. Wer noch die Gelegenheit hat: nutzen. (Randbemerkung: Meine legale Schwarzverkäuferin sagte erst etwas von schlechtem Gewissen und bestand dann auf ihren 50 Cent hinter den paar Zehnern. Das ist doch kein Stil.)

   II.

  Buch. “Ein Tag mit Herr Jules.” Ein gutes Buch für eine Zugfahrt bei Regen. Wobei auch Wanne oder Wintergarten bei Regen eine Option wären. Inhalt: Herr Jules stirbt und seine Frau verbringt noch einen Tag zum Abschied mit ihm. Gedanken über Ungesagtes, Abschied und Leben verbinden die Handlung zu einer seltsamen Mischung aus Melancholie und Lebenslust.
Meine Wertung: 9 von 10

   III.

   Kino. Sin City geschaut. Und lange nicht so beeindruckt gewesen. Als Vorwarnung: es gibt aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten, so viel Blut zu zeigen ohne, dass einem Vegetarier mit Blutspendepass schlecht wird. Die eine war in Kill Bill Vol.1 zu sehen, die andere hier. Aus meiner Sicht die konsequenteste und beste Comic-Verfilmung. Mir fallen Leute ein, die das nicht mögen werden - aber dem Rest: unbedingte Empfehlung!
Meine Wertung: 9 von 10  

verschiedenes

    a.  
   
    Das Telefon klingelte. Ich war gerade nach Hause gekommen und saß seit circa drei einhalb Sekunden auf der Couch. Aufstehen oder nicht? Erdanziehung wird ja allgemein unterschätzt. Aber, wenn man gerade nach Hause gekommen ist…
    Wir ham ein und eine halbe Stunde telefoniert.

    b.

    Überall laufen zur Zeit diese Kochsendungen. Meine Lieblingszitat aus einer: “In der Zwischenzeit bringen sie die Kinder ins Bett.”

    c.

    Wenn ich irgendwann mal wieder zur Gitarre greifen und ein Liebeslied schreibe .. der Refrain steht schon:

    Ich weiß ich hab das schon mal gefühlt
    Und auch über andere Frauen geschrieben
    Aber die sind in einer Ecke meines Herzens
    Oder in Stundenhotels geblieben.

    d.

    Selim Özdogan morgen live in Berlin. Oder auch Mittwoch.

    e.

    Sondtrack von Frida: Melancholie, unendliche Traurigkeit und Lebensfreude mit der Intensität von Punk-Rock. Empfunde Länge 23 Minuten. Tatsächlich 52. Meine Wertung für die CD: 9 von 10

Musikstunde.

    Wie mag der anatolische Blues klingen, den Selim Özdogan in seinem Buch Die Tochter des Schmieds erwähnt? Führt er den Schmerz des Lebens in leisen Worten auf? Erzählt er von ebenso leisen Personen, die dem Zuhörer Platz lassen? - Platz lassen für die eigenen Gedanken, weil sie sich selbst zurück halten?
    Erzählt der anatolische Blues von den kleinen Momenten, in denen man Glück erahnen kann? Erahnen im Schatten der großen Dinge? Und die Menschen - zwischen diesen kurzen Momenten und den langen Augenblicken - überstehen sie aus Kraft, aus Stärke, aus Trotz oder einfach nur, weil es weiter gehen muss?

    Wäre dieses Buch eine Jahreszeit, so wäre es der Herbst. Ein Herbst mit den ersten Zügen des Winters. Mit einem leisen Nordwind. Mit Geschichten. Mit Tee. Mit einem Lächeln. Trotz der Tränen.

dylan

I had a dream last night
that a little girl came to me.
Her hair was a halo of warm light
and color dripped off her tongue
She was your daughter
and in her I saw the fruit
of everything I’d ever fought for
or believed in, or dreamt of.

©Jewel Kilcher