Und heute sehen sie

Aus dem einen oder anderen Grund hatten wir keinen Videorecorder. An DVDs war noch nicht zu denken. Und wesentlich mehr als fünf Fernsehprogramme können auch nicht auf Sendung gewesen sein.
Wir haben uns Tage im Voraus auf Filme gefreut. Wenn die vier Jungs in ihre Strumpfhosen sprangen und die Königin vor dem bösen Kardinal retteten. Old Shatterhand den Bärentöter rausholte. Oder Winnetou zu Ave Maria seinen Glauben bekannte. Oder wir “vorschliefen”, um den Spätfilm zu sehen.
Und wir sind extra aus dem Urlaub nach Hause gefahren, um einen Film zu sehen. Und nach dem Film wieder zurück in den Urlaub am See ohne Fernseher.
In meiner Erinnerung haben diese Fernsehmomente einen Hauch von Magie. Die Helden waren besser, stärker, größer. Obwohl die heutige Sicht auf diese Helden eine andere sein mag. Doch: zum Glück kann niemand diese Vergangenheit verändern. Nicht durch DVD-Boxen mit Kommentaren. Durch keine Fortsetzung eines Remakes. Nicht durch erste, zweite und dritte Wiederholungen bis in die Schwester- und Urenkelsender des Erstausstrahlers.

Aber vielleicht kommt es mir nur so vor, als würde das jederzeitige Vorhandensein eines Filmes, die Abrufbarkeit zu jeder Zeit, an jedem Tag diesen auch beliebig machen. Und vielleicht wird es sie trotzdem geben: das Staunen, die Vorfreude. Wenn auch in den Augen von jemand anders.

(Die Bewertung zum heute gesehenen Film mit Mailändischen Untertitel demnächst auf al-x.org)

verschiedenes VIII

I. das leben von anderen

- …ich glaube ja, dass Sexsucht in der Ehe anders definiert werden muss…
Sein Gesprächspartner guckt fragend.
- …es gibt ja schließlich auch Quartalstrinker!
Und im Zugabteil gucken plötzlich recht viele aus dem Fenster. Und auch ich sehe darin mein eigenes Grinsen gespiegelt.

II. eben noch auf al-x.org

Bisher bin ich mir noch unschlüssig, ob ich mir the bucket list ansehe. Mal guckn.
Was ich jedoch im Zusammenhang mit den Film bemerkenswert fand, war, dass die Interviews mit Jack Nicholson, die ich in drei verschiedenen Zeitungen las, fast deckungsgleich waren. In Fragen und Antworten. Aber eben auch nur so nah an ganz knapp fast gleich vorbei, dass es nicht die selben waren.
Und vielleicht noch eine zweite Sache. Die stand aber nur in einem der Interviews. Die Idee von Mr. Nicholson, eine weltweite Initiative, eine Stimmabgabe durchzuführen. Zu der Frage: Wollt ihr je wieder Krieg?

III. demnächst auf al-x.org / werbeblog

Zurzeit höre ich gern wieder mal einen Soundtrack. Once. Gitarre, Männer-, Frauenstimme. Nicht viel mehr. Zum Lagerfeuer. Für die Wanne. Zum Rotwein. Für Melancholie.
Die Filmkritik vielleicht, na ihr wisst schon.

verschiedenes VI

1. Sie & Er

Im Hintergrund läuft leise eines der Lieder, die leise im Hintergrund laufen. Sanft bewegen sie sich dazu.
- Das kenne ich, sagt sie.
- ..?…
- Scorpions
- Naja, fast, ist von den Eagles..
- Egal, die pieken doch auch..

2. Er & Sie

In der U-Bahn sitzen beide nebeneinander. Sie ist in ihre Zeitung vertieft, seine Lektüre liegt auf seinem Schoß. Trotzdem folgen seine Augen den Linien und Wogen von Worten.
Als sie endlich mit einem Teil ihrer Zeitung fertig ist, sieht sie ihn an, reicht den Teil in seine Richtung, nickt und lächelt.
Er läuft etwas rot an und senkt den Blick auf seine Zeitung. Ihre Augen folgen seinem Blick und lassen sein Gesicht noch mehr erröten. Während sie immer noch lächelnd und er sich-ertappt-fühlend auf seine Zeitung sieht, auf die Seite mit der nackten Frau des Tages.

3. Sie & Sie und irgendwie alle anderen er’s

- Wie ist das so, zu wissen, dass alle Männer einen wollen?!
- Wieso? Sind doch bloß Männer!

aus mEine schöne Bescherung

4. …

Gewißheit konnte nur einer haben, der selbst von großer Dauer war, wie die Sterne, die Berge oder das Meer. Und die hatten wiederum keine Worte, um auszusagen, was sie aus langem Bestand wußten. In diesem Punkt gab es mehr Freiheit, als man sich wünschen konnte. Das Richtige konnte man schon tun, aber es war immer möglich, dass alle anderen es für das Falsche hielten. Sie konnten sogar recht haben.

aus Die Entdeckung der Langsamkeit von Stan Nadolny

Orchidee IV

Heute nacht auf Radio Orchidee: Season’s Greetings.

Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Kevin allein zu Haus
Schöne Bescherung
Die Geister, die ich rief
Der kleine Lord
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Abenteuer im Zauberwald
Winnetou
Stirb langsam

Und nicht vergessen: danach aber Fernseh aus!

Orchidee III

Heute nach auf Radio Orchidee: hard-ache*.

GLASHAUS - weckruf
RADIOHEAD - creep
SUCH A SURGE - augenblick
STAIND - outside
FAITH NO MORE - she loves me not
BUSH - the chemicals between us
BEATSTEAKS - she was great
SOCIAL DISTORTION - dear lover
THERAPY? - screamager
PANTERA - this love
BAD RELIGION - infected
GUNS ‘N’ ROSES - don’t cry
THE OFFSPRING - dirty magic
JIMMY EAT WORLD - hear you me
THE SISTERS OF MERCY - when you don’t see me
JOHNNY CASH - love’s been good to me
GUNDERMANN & SEILSCHAFT - nach haus

Und wo wir schon beim Thema Musik sind: Invalidenrente dank Heavy Metal. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Ein schwedisches Gericht hat einem Mann eine Invalidenrente zugesprochen, da er nachweislich süchtig nach Heavy Metal sei. Quelle: laut.de

*a.k.a. die dicken Männer sind traurig

Orchidee II

Heute nach auf Radio Orchidee: heißer Asphalt und ne gute Zeit.

GLASHAUS - weckruf
THOMAS D. - rückenwind
BRAN VAN 3000 - drinkin in L.A.
JAY-Z - the city is mine
SEEED - dickes b.
FORT MINOR - in stereo
THE OFFSPRING - intermission
PAIN IN THE ASS - punk 2001
H-BLOCKX - time of my life
THE BONES - I met elvis at the nuddybar
BEATSTEAKS - summer
IGGY POP - living on the edge of the night
DON HENLEY - the boys of summer
GUNDERMANN & SEILSCHAFT - nach haus

orchidee

Heute nacht auf Radio Orchidee: Baby blues.

GLASHAUS - Weckruf
SON GOKU - läutet alle glocken
CHRIS REA - julia
HERBERT GRÖNEMEYER - marie
GUNDERMANN - linda
FRANK SINATRA - nancy
DEBORAH - petite fille
LAURYN HILL - to zion
SABRINA SETLUR - ich leb für dich
2PAC - dear mama
MAX HERRE - anna ‘04
CURSE - APFEL
GUNDERMANN & SEILSCHAFT - nach haus

Ich schieb dich quer durch die Halle

Die Stiftung Konzerttest empfiehlt den folgenden Artikel:
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Der Artikel zeichnet sich besonders durch die hohe Resorptionsfähigkeit körpereigener Kühlflüssigkeit, bei gleichzeitig starker Toleranz gegenüber Anforderung an Flexibilität und Formstabilität aus.

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Beatsteaks
Kontaktlinsen
Sauerstoffarme Luft
Hamburg

Buch: Didier van Cauwelaert | Auf Seelenspitzen

Ich habe das Gefühl, dass ich mich entscheiden muss, ob ich mich an etwas erfreuen oder es verstehen will, beides zugleich scheint unmöglich.

triple espresso

Eine Zeit lang hörte ich das Lied jeden Abend zum Einschlafen. Es half dabei ungefähr wie ein dreifacher Espresso auf Ex.
Irgendwann habe ich gelesen, dass der Typ, als dieses Lied schrieb, gerade mal zwei Akkorde konnte. Und mittlerweile höre ich das Lied manchmal eher durch Zufall, zwischen durch und spiele andere Lieder mit mehr Akkorden auch nicht besser.

Faithless - don’t leave

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