ying und sang
a) heutegestern
Es war wohl irgendwas um 1990/91 rum, als ich diesen Film sah und dann wochenlang Wrigleys big red kaute, weil das die Hauptfigur auch getan hatte und ich glaube, dass es irgend etwas ändern würde. Mich, die Welt, der Blick vom einen aufs andere. Irgendwas. Irgendwie.
Und auch, wenn ich mittlerweile auch andere Kaugummisorten aussortiert habe, blieb eins von diesem Film über all die Jahre. Dieses eine Lied, dass wie ein Gebet alles sein konnte, was ich in jeglicher Situation, jedweder Stimmung gerade brauchte. Schon im Film kam es über mich wie eine Offenbarung und ich musste rausfinden wer das war, der diesen Zauber in Worte legen konnte, diese Wucht an Gefühl in Stimme und Melodie. Es gelang mir, wenn ich heute auch nicht mehr weiss, wie mir das damals ohne internet und google gelang.
Leonard Cohen, if it be your will.
Gestern ist mir das Lied wieder begegnet. Und was immer auch ich gestern in dieses Gebet legte, ahne ich doch, dass es mich noch Jahre begleiten wird. Leonard Cohen – live in london
b) gesternheute
Einmal reingehört und wieder weggelegt. Manchmal gibt es so etwas, dass ich nicht mal das eine Mal Durchhören schaffe. Obwohl im Radio die Single rauf und runter lief. Vielleicht gerade deswegen.
Und dann saß ich da auf dem Beifahrersitz, die selbe Musik, laut, bei Sonnenschein, den keiner vorausgesagt hatte. Der rechte Fuss des Fahrers nervös, aber immer wieder bei 3.500 Touren. Sonne. Musik. Gute Freunde.
Wenige Tage später hatte ich das Album auf Vinyl, extra per Auto aus nem Laden geholt. Und Sohnemann sagte immer wieder und wieder bei dem selben Track auf CD, die als Vinyl auf dem Beifahrersitz lag: (noch) mal!