memories are made of this

Dieses Lied von ACDC auf dem einen Abschlussball. Oder diese Platte, die wir in dem Sommer an der Ostsee immer wieder gehört haben. Und die dieses Mädchen aus Irland auch mochte.
Immer wieder mit dem Trabbi zum Baden und die Kassette an der richtigen Stelle zum Laufen bringen, so dass die weibliche Stimme genau beim Blick auf den See einsetzte.
Jedes einzelne Lied für das repeat-1 erfunden wurde. Don’t leave vielleicht, baby möglicherweise, moonriver ganz sicher.
So viele Lieder, die mit Erinnerungen verbunden sind. Mit Gefühlen, Bildern hinter den Liedern. Hinter den Lidern. Und viele davon sind schon so alt.
Wann war der Zeitpunkt, als die Empfehlungen aus Zeitungen kamen, an Stelle des besten Freundes? Und wie kam es dazu, dass da soviele Alben im Regal so blass sind? Klar: Gefühle können immer noch viele hervorrufen. Aber Erinnerungen…

Eingefallen ist mir das auch noch, weil mein mp3-Spieler auf Zufall stand. Und dann ein Lied kam, bei dem ich einfach nur lachen musste. Weil ich noch weiss, wer mir das Album zu Weihnachten geschenkt hat. Und wir bei ihren Eltern waren.
Ich wickelte das Album aus – und sie wollten wohl Interesse zeigen, so beim ersten gemeinsamen Weihnachten, nach den ersten zwei Monaten, die wir uns kannten.
- Leg doch mal die CD ein..
Ich wiedersetzte mich ne Weile. Ich kannte ihren Musikgeschmack. Und damit hatte ich Ihnen etwas voraus. Doch sie drängelten immer weiter.

Das Album lief nicht lange. Aber lange genug, dass die ersten Worte laut, klar und deutlich zu verstehen waren:

Hamburg. Nicht so’ne K*cksch**ße.

verschiedenes XIII

a) und wenn ich Dinge anders seh…

Wenn ich manchmal den Überblick verliere, Gegebenheit nicht vollständig erfasse oder ich das Gefühl habe, dass dies geschieht, gehe ich manchmal einen Schritt zurück, in die Knie und schaue mir das ganze dann noch mal in Ruhe an.
Als die Finanzkrise den ersten schwachen Atemzug nahm, hatte ich dieses Gefühl. Aber wer hatte wohl nicht das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Aber an diesem einen Tag, als in der Tagesschau über das Personalkarrussell der CSU noch vor der anlaufenden Finanzkrise berichtet wurde, schöpfte ich Hoffnung, dass es nicht zu schlimm wird.
Manchmal funktioniert das mit dem in-die-Hocke-gehen, den Blickwinkel ändern. Da lag ich wohl falsch.

Und nun sehe ich wie diese beiden Völker – oder Teile davon sich im Nahen Osten wieder die Köpfe ein- und abschlagen, die Herzen und Hirne zu- und wegschließen. Völker, Religionen mit gleichen Propheten.
Wieder versuche ich den Blickwinkel zu verändern, das alles zu verstehen. Als ich neulich über eine Fussgängerampel ging, achtete ich in einem sonderbaren Moment darauf, wie die Leute aus zwei unterschiedlichen Richtungen aufeinander zu liefen. Und sie liefen wie von außen gesteuert aneinander vorbei, keine Zusammenstöße, keine Rempeleien. Vor Staunen blieb ich noch zwei weitere Ampelphase stehen. Bis zwei Kinder zusammenstießen. Zwei Kinder, die noch zu sehr auf sich selbst konzentriert waren, auf alles und nichts um sich herum.

b) crash, boom, bang

Die Knaller, Raketen, Böller und all das andere pyrotechnische Wirrwarr geht ja wohl auf die Idee zurück, dass man mit lautem Knallen die bösen Geister vertreiben will.
Und ich stell mir die Frage: wer hätte wohl mehr Angst vor einem Geruch von Pech und Schwefel, einen höllischem Dröhnen? Engel? Teufel? Und wie könnten wir die bösen Geister vielleicht anders vertreiben? Mit Engelsgesang? Geigen? Trompeten? Harfenklang?
Und wer würde es wollen, dass ich die bösen Geister mit Geigenspiel vertreibe? Und wahrscheinlich nicht nur die bösen Geister?
Aber diese Gedanken kommen mir auch nur, weil ich da dieses kleine ängstliche Bündel in meinem Arm zu trösten versuchte. Ein Bündel mehr Engel als Teufel.

c) meist ist geil

In der Videothek gab es dieses Angebot: drei DVDs zum Preis von zwei. Ich wusste, dass ich in der Zeit bis ich die DVDs wieder abgeben musste, niemals alle drei schaffen würde. Aber sie war umsonst, kostenlos, durch ein einfaches “o.k.” zu erhalten.
Und Prinzipien überlassen wir doch schon prinzipiell den anderen, oder?