yeah right II

Dieser Typ nervte mich kolossal. Ich wollte einfach nur essen - und er anscheinend nur meckern.
- Zu warm, zu fettig, zu salzig, krieg ich Sodbrennen von, die ganze Litanei des Jammern übers Essen. Jeden Tag saß er neben mir. Irgendwann wäre es fast aus mir herausgeplatzt, aber dann fragte ich einfach nur.
- Warum gehen Sie nicht woanders hin?
Stories, die mit früher beginnen, sind ja für mich so eine eigene Geschichte. Egal.

- Früher habe ich mich immer in einem Park auf eine Bank gesetzt und dort mein Mittag gegessen, fängt er an, doch da war eben auch ein Kinderspielplatz und irgendwann schaute mich eine Mutter so mit einem verdächtigenden Blick an.
Er stochert in seinem Essen und sein Blick wird schwammig.
- Also habe ich mich in das Getümmel des Bahnhofs gesetzt, hab mir die Leute angesehen, die kommen und gingen, Abschiede und Willkommen.
Eine Geste deutet eine Begrüßung eines seit Jahren verlorenen Freundes an.
- Bis der BGS auf mich aufmerksam wurde - ich hatte ja keinen Koffer dabei.
Seine Hand siumuliert die Wogen der Zeit.
- So habe ich es noch an einigen anderen Stellen versucht. Und heute sitze ich hier und schlinge dieses Zeug, sein Messer deutet eine Bedrohung des Tellers an, in mich hinein.

Er hat sich danach nie wieder neben mich gesetzt.

Und, wenn ich das nächste Mal einfach nur nervend bin, wünsche ich mir, dass ich auch mit einer Geschichte wie seiner davon komme.