verschiedenes XI

a) freiheit

Als ich das letzte Mal in der Oper war, fühlte ich mich deplaziert. Nun bin ich eigentlich nicht der typische Hörer klassischer Musik und viele sind es wohl neben dem aktuellen Thema aus der t-com – Werbung auch nicht, doch kam ich nicht gleich dahinter, woran es liegen könnte.
Ich sah mich um, sah von der Epore und auch die Treppen herunter und hinauf, sah mir die Leute an, die da vor mir gingen und saßen, hinter mir sprachen und neben mir warteten.
Und dann fiel es mir irgendwann auf: ich gehörte zu der Minderheit, die sich für diesen Abend fein gemacht hatte. Meint: Anzug, Hemd, Krawatte. Die Mehrheit kam in Ihren Alltagssachen.

Und vielleich ging es dem Herren, der heute vor mir an der Wahlurne stand ähnlich. Als er mich ansah und auf Turnschuhe, Jeans und T-Shirt blickte. Vielleicht fühlte er sich in der Minderheit. Möglicherweise dachte er aber auch etwas anderes. Dass man sich zu besonderen Tagen auch besonders anzieht. Dass ein Wahltag eben etwas besonderes sei. Weil alle Rechte einmal erkämpft werden mussten.

b) babylon

In der Bibel gab es in vielen Berichten weise Männer. Männer, die scheinbar in die Zukunft sehen konnte, die genau sagen konnten, was passieren würde.
Ein Pfarrer hat mir das mal so zu erklären versucht, dass diese weisen Männer nur die Vergangenheit kannten. Genau wussten, was wann geschehen war und woraus, warum, woher.
Und dieses Wissen übertrugen sie auf das aktuelle Geschehen. Keine Magie. Nur Wissen.

Wenn ich mir ansehen, was in unseren Tagen geschieht, frage ich mich manchmal, ob es im alten Ägypten so etwas wie Geld gab – oder bei den Mayas. Oder ob sie an etwas anderem untergegangen sind.

c) on the road again

Die Stiftung Konzerttest empfiehlt:
Wirtz (link zur homepage)
Volbeat (link zu myspace)
Curse (link zur homepage)
Everlast (link zu myspace)
Selim Özdogan (link zur Homepage)

verschiedenes X

a) yeah, right

Es gibt ja so Momente, in denen ich wieder mal sage, dass ich recht wenig TV schaue. Gar nicht mal, um damit anzugeben. Das ist einfach so, ohne dass ich das bewusst steuere. Trotzdem werde ich manchmal komisch angeschaut. Und dann wird das hinterfragt. Wieviel ist denn wenig?
Aus meiner Sicht ist das ja vielleicht eine Möglichkeit, das zu hinterfragen. Eine andere wäre ja: Und, womit verschwendest du dann deine Zeit?

Neulich beschrieb mir jemand die Lage seiner Wohnung als abseits – und, um das zu unterstreichen, meinte er, dass er drei Stationen mit dem Bus zum nächsten Internetcafe fahren müsste.
Und bei mir selbst war es mal bei einem Ferienappartment, als jemand sich die Beschreibung durchlas und dann zu meinem scheinbar offensichtlichen Entscheidungskriterium meinte: ah, kostenloser Internetzugang…

b) Koordinaten XY

Er labbert mir was vor, wie gut er sich fühlt, seitdem er kein Fleisch mehr isst. Und kaut mir beide Ohren ab.
Die Zeit liegt hinter mir, denke ich mir. Irgendwann bin ich über ein nicht mal sehr leckeres Stück Salami gestolpert und gefallen.
Und dann sieht er mich an und erzählt, dass es das erste Mal ja nur wegen einem Mädchen war, das mit dem kein Fleisch essen. Dieses Mal sei es Überzeugung.

Möglicherweise gibt es ja wirklich immer einen, der von dort kommt, wo du vielleicht grad hingesteuert wirst.