verschiedenes VII

I.) nur das und nichts weiter

Aus dem Zug gerade ausgestiegen, noch etwas schläfrig. Auch, weil eine Schaffnerin uns allen erklären musste, wie müde wir alle im Abteil aussehen würden - und zumindestens mich damit geweckt hatte.
Auf dem Bahnsteig ordne ich erst einmal meine Sachen und gehe dann in Richtung zu Haus. Im Vorbeigehen höre ich dieses Satz aus einem Gespräch:
- … ich rauche ja nur auf Bahnhöfen, nur außerhalb der Raucherzonen - irgendwie muss man ja gegen das System rebellieren…

II.) werbeblog

Vielleicht ist das hier nicht der richtige Ort.
Ich bin doch überrascht, wie sehr mich einfache Gestaltung, schlichte und gute Fotos ansprechen - im Vergleich zu viel, bunt und viel zu bunt.
Die Galore wurde einem Relaunch unterzogen. Die guten Gespräche finden darin weiterhin statt, aber ich komme mir vor, als säße ich während eines guten Gespräches im Bahnhofswartesaal neben den Goldene-7-Automaten. Vielleicht sag ich das auch noch an der richtigen Stelle.

III.) was werden

Ein anderes, belauschtes Gespräch im Vorbeigehen. Oder eher Stehen bleiben.
Als ich nach dem Zwieback fragen will, störe ich die beiden in Ihrer Unterhaltung.
- …unser eine will Kommissarin werden, da war ich ja bei dir total überrascht…
“Bei dir” trägt die Kleidung dieses Marktes, in dem ich grad bin. Und bei mir rattern die Gedanken. Vielleicht packt sie nur aus, um ihr Studium zu finanzieren. Vielleicht wird sie Verkäuferin. Vielleicht Filialleiterin. Und vielleicht hätte und hat sie für jede Möglichkeit einen Grund. Aber welchen Unterschied sollte das machen?
Die genauen Berufe meiner Großväter habe ich vergessen. Der eine war irgendein Meister für was mit Gas. Das hat für mich nie eine Bedeutung gehabt.
Beide waren immer für andere da, wollten helfen, unterstützen. Der eine ist bei der Hilfe für andere gestorben. Ein einzelnes nein hätte bedeutet, dass er heute vielleicht noch leben würde.
Beide waren immer für ihre Enkel da. Als ich einmal mit meinem Cousin auf dem Hof Messerwerfen übte und dabei ganz klar irgendwann das Fenster eines Schuppens traf, hofften wir auf das alte Prinzip. Wenn wir nichts sagen, ist auch nichts passiert.
Das nächste Mal war das Fenster auf magische Weise wieder repariert. Kein einziges Wort von meinem Opa.
Erst mein Vater sagte irgendwann, ich solle mich bei dem Zauberer dieser Magie mal bedanken. Dieser Zauberer hat irgendwas bei der Getreidewirtschaft gearbeitet. Und über diese Geschichte lachen wir beide heute noch.

Orchidee V

Heute nach auf Radio Orchidee: tequila y mota y un poco esperanza para los ninos.

GLASHAUS - weckruf
ROBBIE WILLIAMS - me and my monkey
JOHNNY CASH - cocain blues
SILLY - rot wie mohn
THE ROLLING STONES - jumping jack flash
THE CRANBERRIES - salvation
THE OFFSPRING - mota
DIE TOTEN HOSEN - mehr
BODY COUNT - the winner loses
LOU REED - perfect day
GUNDERMANN & SEILSCHAFT - nach haus