.frei

Ich könnte ihr ja was von eisernem Willen erzählen, von Stärke, Durchhalten und so. Aber wenn es doch einfach nur geschehen ist? Wie ein Plopp.
Wie sie mich so ansieht, kommt mir wieder das Bild vor Augen, als mich meine Mama mit einem ähnlichem Lächeln ansah. Abwartend, schätzend.
- Ich habe geträumt, dass du rauchst, sagte sie zu mir.
Später ist mein Vater in mein Zimmer gekommen. Er stand eine Weile am Fenster und sah hinaus. Irgendwann dreht er sich um und ging einfach wieder. Damals hat er noch selbst geraucht.

Was soll ich ihr nun sagen, wenn sie mich fragt, wie ich aufgehört habe?
Ich war auf dem Weg zur S-Bahn, wie so oft viel zu spät. Ich musste rennen, um die Bahn noch zu erwischen. Und trotzdem musste ich, ich musste eine Zigarette anzünden. Wie bescheuert muss man sein?, fragte ich mich. Das war meine letzte Zigarette. Seit ein paar Jahren.

Aber selbst das wäre nur die halbe Wahrheit. Auch, wenn sie die andere Hälfte nicht weiter bringen wird. Davor habe ich immer einfach so aufgehört. Zigarette aus und Ende.

Und somit bleibt es wohl bei beiden Wahrheiten und einem Satz, den Mark Twain mal gesagt haben soll.

Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft.

No comments yet. Be the first.

Leave a reply