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Wenn ich dann und wann mal die Friedrichstraße entlang gehe, kaufe ich mir meist einen dieser leckeren, teuren Kaffees. Bisher stand da auch immer ein Berber vor dem Laden und meist gab ich ihm mein Wechselgeld.

Das letzte Mal stand er nicht vorm Cafe, als ich darauf zuging. Dafür vor mir an der Kasse und kaufte sich einen noch teureren Kaffee, als ich mir das bisher gönnte.

Ich stutzte. Er bittet um Wechselgeld, und dann kauft er sich hier einen Kaffee? Ich verstand das nicht. Und ja, einen Moment habe ich auch so etwas gedacht wie: Und dann gebe ich ihm Geld? Er kauft sich davon etwas, dass so teuer ist?

Doch dann stieg in mir die Frage auf: Warum darf ich mir das gönnen, was ich ihm nicht zugestehe? Wo ziehe ich da die Grenze, dass ich ihm das nicht gönne? Ich konnte mir die Frage nicht beantworten. Wo ziehe ich die Grenze?

Entscheidend ist, dass du gibst. Den Rest entscheidest du nicht.

Sagt Curse.

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