film: walk the line
Egal was ich hier schreiben würde: an der Musik von Johnny Cash könnte und würde ich nicht kratzen wollen.
Zum Film. Auch wenn das bekannte Lied im Film vorkam, für mich brannte da kein Feuer. Der Darsteller erinnerte mich mit seiner Mimik an einen Priester in einer Lovechapel von Las Vegas im Elvis-Kostüm und auch die verzweifelte Sehnsucht, die verwunschene Liebe zu June Carter kam für mich nicht im vollen Außmaß rüber. Vieles mußte man unter der unbeweglichen Miene erahnen.
Der Film ging trotz der 135 Minuten recht schnell vorbei. Viele Bilder werden nicht bleiben. Höchstens das eine oder andere Lied.
Kein Vergleich zu Ray.
Johnny Cash war halt tendenziell kein Romantiker, ich fand gerade die fast naiv wirkende Miene grandios: flehentlich, die Welt nicht verstehend, warum sagt sie nicht ja?, es ist halt so passiert, es dreht sich nicht alles um mich?
Ich habe ihn in der letzten Woche noch einmal gesehen und er hat mir beim zweiten Mal schauen sogar noch besser gefallen. Aber so ist das mitm Geschmack…
Ja, wahrscheinlich war mein Fehler, dass ich die Bilder von Ray im Hintekopf hatte und die dagegen gelegt habe. Ray war da um einiges intensiver. Sowohl in Darstellung von Musik, Sucht, Liebe und allem zusammen.
Ich habe den Film noch nicht gesehen und mir stattdessen eine Johnny Cash-CD bestellt - damit liege ich sicher nicht verkehrt ;-)
Ich habe nach Erstkonsum des Filmes, zwei Gefängnislivekonzerte als Nice Price bekommen. At Folsom Prison sowie At San Quentin. Nur groß!!!
Für live at Folsom Prison hat der Film ja auch dezent Werbung gemacht. Aber, ja, auf der Liste steht sie..
Liste grad selbst abgearbeitet.. live at st quentin und folsom prison.
Vielleicht die CDs in heavy rotation und dann den film im original.
Klingt nach nem Plan.