Stille

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Fr. Nietzsche

Rückkehr

Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? ( 2. Samuel 7,18)

Ich denke an die Zeit, da ich noch relativ regelmäßig zum Kampfsport gegangen bin. Regelmäßig: Also je nach Kinoprogramm. Und ich denke daran, dass man den weißen Gurt von Anfang an tragen durfte. Irgendwann erzählte mir dann jemand, dass die höchste Weihe der 10. Dan sei. Und, dass das auch wieder ein weißer Gurt sei.

Ab da an habe ich nie nach einer Prüfung gestrebt. Könnte ja sein, dass ich vielleicht schon am Ziel dieses Kreises angekommen war?

ne prise

Man könnte sich fragen, welche Endung man hätte oder welches Betriebssystem man wäre. Aber ich bleibe lieber bei Dingen, von denen ich auch keine Ahnung habe. Gewürzen. Hier zum selber testen.

black flat pill therapy

Und da stehe ich dann. Höre die Lieder, die Namen tragen, Erinnerungen, Bilder, Gefühle. Meine Prinzessin, die Elfe, meine Muse, mein Paris und vielleicht auch Namen dazwischen. Und Ereignisse ohne Frauennamen. Wilde Pogomengen, Tinitus, Endorphin, Schweiß, Testosteron. Rostock, Cottbus, Berlin. Potsdam, Zwickau, Berlin. Und immer wieder Berlin. Mit voller Kraft, manchmal mit halber, aber immer: Energie. Und dann stehe ich da. Vielleicht ein T-Shirt in der Hand. Vielleicht ein letztes vinyl. Auf jeden Fall diese eine Form von Therapie. Vorn in der Pogo-Menge. 14 Jahre später. Und immer weiß ich noch nicht viel mehr. Bin mir manchmal über gleiche Dinge unsicher. Und auch wenn die Band geht: die Musik bleibt. Irgendwo schließt sich immer ein Kreis.

16. Februar 2006. Such A Surge live im SO36, Berlin-Kreuzberg.

SMS

Träumst du grad? Schwirren Engel durch deine Träume? Lächelst du im Schlaf? So stell ich mir dich gerade vor. Ich lächel dabei, träum von einem Engel. Träum von dir.

..nehm in den Arm, geben Geborgenheit, weinen heimlich

Die Musik auf den Ohren stehe ich in der S-Bahn. Und klar schaue ich mir die Leute an. Wie auch dieses Päarchen direkt vor mir. Fünfzehn, vielleicht sechszehn. Er streicht ihr immer wieder sanft irgendeinen Fussel, irgendwo von der Jacke. Und auch sie fässt nach ihm, vielleicht etwas grober als er, aber genauso oft. Beide grinsen einander immer wieder an. Oder sie redet und er lächelt. Zwischen zwei Liedern kommt kurz nur Rauschen aus meinen Kopfhörern. Und so höre ich einen Satz von ihr.
- Ich bräuchte ja einen richtigen Mann.
Seine Hände erschlaffen, sein Blick bricht. Nur ihr Grinsen besteht weiter. Sie hatte es bereits gewusst.
Und dann ist da wieder Musik auf meinen Ohren. Und die Geigen bei ihm sind verstummt.

Wut

Und ich sehe die Wut, vielleicht auch nur die ausgewählten Übertragungen der wütenden Moslems.. und ich höre die Worte

Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, daß er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist (1. Mose 15,5)

und wieder habe ich das Bild vor Augen

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21 gramm

Bei Selim Özdogan gelesen.

Das Leben wiegt nichts. Oder halt 21 Gramm. Aber die kann man atmend am schweben halten.

- und ich sehe die Feder vor meinen Augen, die unser Leben ist und ich weiß, dass alles seine Zeit hat. Und es ist ein gutes Gefühl.

Nachlese

Neulich lief eine Talkshow. Ich tippe auf eine Wiederholung, aber ich liege ja auch immer wieder bei den Lottozahlen falsch.

In dieser Talkshow zu Gast: Frank Schätzing. Allgemeines Honig in die Haare schmieren und, ja, ich habe das Buch auch gelesen.

Und dann diese eine Frage..

Ihr Buch war ja veröffentlich und dann kam der Tsunami … gedankenschwere Pause.. haben Sie sich eigentlich Gedanken um ihre Verkäufe gemacht?

Naja, vielleicht nicht wortwörtlich, aber so oder ähnlich. Und, als ob die Frage nicht schon schlimm genug wäre, antwortet Schätzing auch noch.

Nein, er hätte sich keine Sorgen über die Verkaufszahlen gemacht.

Tja, nu hab ich das Buch ja schon gelesen … PunktPunktPunkt

Lauren

Liebe geht durch den Magen. Wo sie ist, gibt es keinen Hunger.