bilder

    Heute beim Rasieren geschnitten und mit dem Papier auf den kleinen roten Stellen kamen auch die Bilder. Die Bilder als ich noch sicher war, dass meinem einen Opa nichts weh tun konnte, mein Papa alles wußte, meine erste meine letzte Liebe bleiben und mein anderer Opa immer da sein würde. Kein Anfang, kein Ende. Nur jetzt, hier. Der Geruch vom Nadelwald, von frischen Pfannkuchen, von frisch geschnittenem Holz. Der Geruch meiner Kindheit.
   
    Dann sagte der eine Opa, dass er den Blutstiller nach dem Rasieren nicht nehmen würde, weil der brennt. Ich habe das Bild noch vor Augen. Mein Vater sagte irgendwann “weiß ich nicht”.
    Und nun, nun sehe ich jedes Mal ein bisschen mehr wie der Glanz aus diesen tiefen, warmen Augen davon schleicht. Wie ein Dieb in der Nacht… in die Nacht hinein.

Comments

  1. peeweeHavoc
    July 26th, 2005 | 22:11

    Man glaubt es gibt eine Sicherheit, die alles von einem fern hält, die einen beschützt und einen umgibt… und irgendwann erkennt man dass es diese gar nicht gibt. Das es das Perfekte nicht gibt, dass Menschen doch nur Menschen sind - und Fehler machen, haben und auch einfach nur leben. Dieses Gefühl kenn ich nur zu gut, man ist geborgen in der Sicherheit, aber irgendwann ist es genau umgekehrt… zuerst ist beängstigend, aber dann merkt man das man gebraucht wird und man Mensch ist. Man kann dann das zurückgeben was man bekommen hat. Perfekt ist man weil man nicht Perfekt ist…
    Liebe Grüße
    peewee

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