Sequel

    Aus der Serie “Coole Anmachen für alle Tage” zeigen wir Ihnen heute: “Auf ADAC machen.”

    Es könnte in jedem beliebigen Einkaufstempel geschehen. Man wird von einem unauffälligem Mann gelbseitig angesprochen.
    – Haben Sie sich schon einmal ernsthaft Gedanken über den ADAC gemacht?

    Viellerlei mögliche Antworten sprangen mir durch den Kopf. An die Geschichte eines Kumpels erinnert, reagierte ich zurückhaltend. Bei ihm hatten einmal die Zeugen Jehovas geklingt und ihn gefragt, ob sich Gott wirklich um uns kümmert. Es war halb sieben Morgens gewesen. An einem Sonntag. Nach einer von diesen Nächte.
    Als einfache und eloquente Antwort hatten sie recht schnell die Tür im Gesicht.

    Mit diesem Gedanken im Kopf blieb auf die ADAC-Frage nur eine Antwort.
    – Ja, ich habe mir schon ernsthaft Gedanken über den ADAC gemacht. Aber ich muss auch nicht in der katholischen Kirche sein, um an Gott zu glauben.

live

    Danke für den Abend in Marburg. Es war schön, für euch zu lesen.

    Edit: Bilder vom Marburger Abend auf  al-x.org

now what the hell are you waiting for?

    Und es wird der Tag kommen…

    Heute sah sie auf einem Werbepropekt erst den Kinderstuhl und dann die Reise ans Meer.
    Na, vielleicht ers’ma ans Meer fahren.

live

    Am 20.04.2005 wäre die Möglichkeit, meine Geschichten auch live zu hören. Wer das mag ist gern willkommen. Und zwar in Marburg um ca. 21.30 Uhr in der Cavete, am Steinweg 12.
    Infos wannwiewo auch auf  late-night-lesen.de.
    (Stand 17.02.2005 18:37  Server der Site grade unten)

nächstes Mal

    – Meinst du es könnte mit uns klappen?
   
- Mh. Ich habe eine Frau. Das weißt du?! Und du und ich.. vielleicht im nächsten Leben.
   
- Bist du katholisch?
   
- Evangelisch.
   
- Ihr glaubt nicht an Wiedergeburt, oder?
    Kopfschütteln.

aufwärts

    Hab ich das irgendwo mal gelesen oder ist mir das eingefallen? Keine Ahnung. Als ich über die Vorbehalte gegen Altenpflegeheime so nachdachte, kam mir der Gedanke, dass auch das Leben nichts weiter ist als der Wartesaal für den Tod.

    Tja, wenn wir schon in einem Saal sind… Kapellmeister: spiel er auf. Wir wollen tanzen.

Wunschkonzert

    Es gibt diese Lieder. Wie es auch diese Gerüche, Gedanken und Gefühle gibt. Es gibt diese Lieder, die Erinnerungen bringen, Gefühle aufwallen lassen.
    Bei ihr ist eines dieses Lieder “indigo girl”. Er weiß das wohl – sie hat es ihm einmal erzählt und dabei erkauften sich Tränen ihre Freiheit. In einem Handel gegen Erinnerungen.

    Sie schenkte ihm eine CD. Er sah sie an, schaute, ob sie eine Ahnung hatte. Eine von diesen CDs.
   
- Danke, my little indigo girl.
   
- Du … Arsch, sie sagt es mit Nachdruck. Mit Nachdruck und Vorwurf in der Stimme. Erst dann sieht sie in seinen Augen dieses Flackern.
   
- Oh, du…, sie spricht nicht weiter.
   
Er nickt nur.

Und noch einen drauf.

    Aus der Serie “Der hier ist nur für Gonzo” zeigen wir Ihnen heute.

Musikstunde.

    Wie mag der anatolische Blues klingen, den Selim Özdogan in seinem Buch Die Tochter des Schmieds erwähnt? Führt er den Schmerz des Lebens in leisen Worten auf? Erzählt er von ebenso leisen Personen, die dem Zuhörer Platz lassen? – Platz lassen für die eigenen Gedanken, weil sie sich selbst zurück halten?
    Erzählt der anatolische Blues von den kleinen Momenten, in denen man Glück erahnen kann? Erahnen im Schatten der großen Dinge? Und die Menschen – zwischen diesen kurzen Momenten und den langen Augenblicken – überstehen sie aus Kraft, aus Stärke, aus Trotz oder einfach nur, weil es weiter gehen muss?

    Wäre dieses Buch eine Jahreszeit, so wäre es der Herbst. Ein Herbst mit den ersten Zügen des Winters. Mit einem leisen Nordwind. Mit Geschichten. Mit Tee. Mit einem Lächeln. Trotz der Tränen.

Anno Nce

    Mein Opa ist wohl mal die coolste Sau wo gibt. Wenn ich mal so mit 96 bin, dann kann ich mich schon heute auf was freuen.

    War heute auf einen Sprung bei ihm vorbei und er las gerade, als ich an seine Tür klopfte. Er nahm die Zeitung etwas herunter und sah mich über den Rand an.
  
- Na, was gescheites drin, fragte ich mit Fingerzeig auf die Zeitung.
    Er verzog leicht die Miene.
   
- Nein. Nichts dabei.
   
- Was guckst du denn?
   
- Die Heiratsanzeigen, sagte er und lachte.
  

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