intro

Es war eine klare Nacht. Die Sterne schienen und es war ein wenig so, als ob der Schnee mit ihnen um die Wette funkeln würde. Es war still. Nur aus der Ferne klang noch etwas Lachen und Gespräche aus der Bar nach, die sie gerade verlassen hatten. Der Schnee knirschte bei jedem Schritt. Er war noch frisch. Kein Streusand, keine Autoreifen hatte seine Reinheit verwaschen.
- Der Schnee ist wie, er überlegte, diese Beziehung.
Und noch während das Wort Beziehung durch seine Gedanken schlingerte, kam auch er ins rutschen. Als sein Knie schon fast den Boden berührte, griff er nach ihrer Hand. Er erwischte sie jedoch mitten in einem Schritt und brachte auch sie aus dem Gleichgewicht. Sie rutschte in Richtung seines Knies, ihre Hüfte gegen seinen Fuss. Beide ließen im gleichen Moment ihr Gleichgewicht fahren und für einen Moment sah es fast wie Absicht aus, als er etwas seitlich auf sie fiel.
Er blieb auf ihr liegen. Seine rechte Hüfte schmerzte noch etwas vom Schlag auf den Boden.
- Du liegst auf mir. Mir ist kalt!, sie versuchte ihn sanft von sich zu schieben.
- Stell dir einfach vor es wäre Sommer. Wir liegen an einem Strand, ganz allein. Weit und breit kein Mensch.
Weil oder vielleicht auch trotzdem sich keine Regung in ihrem Gesicht abzeichnete, macht er weiter.
- Die Sterne scheinen in dieser Nacht nur für uns und diese Sternschnuppe, er zeigte noch oben, hält sich nur für unsere Wünsche bereit.
- Dann will ich jetzt einen Tee, sagte sie und klang wie eine Viertklässlerin nach einem Deutschdiktat.
Er brachte sie schweigend nach Hause. Das letzte Mal.

Comments

  1. February 27th, 2005 | 18:48

    Klasse Story! Und wenns nicht gerade eine Bundesstraße war, hätt ich genauso gehandelt wie du! ;)

  2. February 27th, 2005 | 21:52

    Oh. Nehmen wir mal an, dass die eine Hälfte Fiktion war und die andere nur knapp an der Wahrheit vorbei.
    Und es war ein Weg durch eine Grünfläche.. ;-)

Leave a reply