doppelrundumschlag

Jetzt folgt mein Senf zu zwei Filmen, die mir schon vor längerer Zeit empfohlen wurden: butterfly effect und 21 gramm.

Der Film 21 gramm handelt von einer Organspende und wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt - desjenigen, der ein Herz erhält, der Frau des Organspenders und desjenigen, der die Organspende, mh, verursacht.
Diese Perspektivewechsel sind zum Anfang des Films eine Schwäche, entwickeln sich aber zum Ende hin als etwas positives. Hierdurch wird die Möglichkeit erschaffen sich mit allen Charakteren einzulassen, keine überschnellen Schlüsse oder Verurteilungen zu tätigen.
Kurz zur Handlung: Durch einen Unfall verlieren ein Mann und deren zwei Töchter das Leben. Sein Herz jedoch ermöglich Paul Rivers (Sean Penn) das Weiterleben. Der Unfallverursacher Jack Jordan (Benicio del Torro) wühlt sich nach und nach immer mehr in Selbstzweifel und -vorwürfen aufgrund des Unfalls. Hier wird es dem Zuschauer überlassen, Urteile zu fällen. Die Handlung spitzt sich zu, als die Ehefrau des Unfallopfers Christina sich in Paul Rivers verliebt und zwischen ihren Gefühlen zu Paul, den Selbstvorwürfen und dem Hass gegenüber dem Unfallverursacher Jack Jordan hin und her gerissen wird. Schließlich fordert sie Paul auf, Jack zu töten. In einem Motel kommt es zum Showdown - mit einem guten Ende im Bezug auf den Inhalt und den Verlauf des Filmes.

butterfly effect. Der Film spielt auf die Theorie an, dass der Schlag eines Schmetterlingsflügels in China auf der anderen Seite der Erde einen Orkan auslösen kann. Evan Treborn (Ashton Kutcher) hat in seiner Kindheit immer wieder Blackouts - gerade in Augenblicken psychischer Anspannung. Um dieses in den Griff zu bekommen, schlägt ein Psychologe vor, dass er selbst Tagebuch führen soll, um sich an Ereignisse besser erinnern zu können.
Jahre später stellt er fest, dass er genau mit diesen Tagebüchern die Vergangenheit verändern kann. Nur, dass er im Vornherein nie weiß, welche langfristigen Veränderungen seine Beeinflussung der Geschichte bewirken wird. Immer schlägt eine kleinen Veränderung eines Details wie ein Kometeneinschlag in die Geschichte ein. Ein Komet, der zuerst eine Sternschnuppe schien. Umso mehr versucht Evan diese Verschlechterung durch eine Veränderung in der Vergangenheit zu verbessern oder abzumildern. Fast wieder zu einer Verschlimmerung führt. Jeder seiner Schläge mit seinen Schmetterlingsflügeln aus brennender Seite löst einen Orkan in der Geschichte aus.
Das Ende, nun ich möchte nicht zu viel verraten. Für mich war es etwas zu einfach, etwas zu leicht für den Verlauf des Filmes bis dahin.

Beide Filme auf jeden Fall: Daumen nach oben. Aber morgen, morgen guck ich mal wieder was lustiges.

Comments

  1. February 10th, 2005 | 22:55

    Also 21 Gramm hab ich leider noch nicht gesehen. muss ich aber unbedingt noch machen. The butterfly effect hab ich mir auf englisch angesehen und muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin von diesem film. irgendwie total MEIN filmgeschmack. und den finde ich nicht oft wieder. außerdem ist der ashton ganz ansehnlich. ich finde den film wirklich toll!

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