irgendwie

irgendwie in der Nähe von Hannover gelandet. oder Göttingen. irgendwie nichts los hier. irgendwie nicht mal ein Weihnachtsmarkt. irgendwie machen die Geschäfte um 18.30 Uhr zu. irgendwie nur alte Leute in diesem Lehrgang. irgendwie senke ich den Altersdurchschnitt erheblich. irgendwie haben die ne andere Art von Humor.

irgendwie will ich hier weg.

anonyme versprechen

    Meine Hand hielt ihren Rücken. Sie hatte ihren Kopf nach hinten gebeugt, um meinen Lippen den Weg über ihren Hals zu erleichtern. Sie gab ein Geräusch wie Schnurren von sich, als ich sie langsam aufs Bett gleiten ließ. Meine Hand wanderte über ihren Körper Richtung Süden, in der Hoffnung keine Wüste vorzufinden. Und nach einem fast endlosem Weg fand sie den Quell aller Lust.
    Meine Lippen glitten über ihren Hals in Richtung ihres Ohres. Ich hauchte ihr Worte ins Ohr und spürte wie sich ihr Mund zu einem Lächeln formte. Sie drehte ihren Kopf, um in meine Augen sehen zu können.
    - Versprich nichts, was du nicht halten kannst.
    Dann warf sie mich auf den Rücken und ihre Lippen gingen auf die Reise Richtung Süden.

    Ich habe dieses Versprechen nie wieder gegeben. Und sie, sie habe ich nie wieder gesehen.

—–

artig, artig

    Bald ist es wieder so weit. Einige zählen die Tage, andere die Stunden. Viel zu schnell war es letztes Jahr vorbei. Wieder zittern wir diesem einen Tag entgegen.
    Doch: was, wenn wir nicht artig waren. Sondern böse, gemein und alles andere auch?
    Wenn ER nun nicht kommt? Doch nicht kommt..?!

    Sicher ist das ja nie. Überhaupt ist ja gar nix mehr sicher. Jedenfalls ist der Vertrag zwischen der ARD und Harald Schmidt noch nicht unterzeichnet.
    Nachzulesen hier.

Hey Punk

    Hey, Alltag, du graue Eminenz , du schlechtes Gewissen der Zeit ich hab dir noch was zu sagen:
    - Du kriegst mich vielleicht .. manchmal. Aber du kriegst mich nicht klein.
    Mein Kopf ist voll. Das weiße Rauschen, der Krach darin tobt. Vielleicht kommt die Hand nicht zum schreiben. Aber, hey, Alltag, du kriegst mich nicht klein! Und, verdammt, grins’ nicht so!

everything changes - but you

    Wahrscheinlich ist das so, wenn man nichts and’res kennt, dass der eigene Horizont das Königreich  umzäunt.

    Wir waren verliebt. Sie war alles für mich. Mein Leben, mein Alltag, meine Feste und Feiern. Alles drehte sich um sie, weil sie alles für mich war. Alles. Und was kann Liebe mehr sein als Alles.
    Bloß: wir haben uns verändert. Ich möchte nich sagen auseinander gelebt. Sie ist geblieben, wo sie war und ich habe neue Horizonte gesucht und irgendwie gefunden.
    Wir sind nicht mehr die Geliebten, die wir waren. Wir sind Freunde. Mit Kribbeln im Bauch.
    Wir sind Freunde. Meine Heimatstadt und ich.

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