ein zitat
ein zitat für mich zum merken.
- mir gefällt ihr leben.
- es ist meins. sie können es nicht haben.
aus vanilla sky.
ein zitat für mich zum merken.
- mir gefällt ihr leben.
- es ist meins. sie können es nicht haben.
aus vanilla sky.
Salz auf den Lippen. Wasserrauschen im Kopf - ein Rauschen, ein Rausch der besonderen Art. Das Wasser macht auf seltsame Weise gleichzeitig leicht und schwer. Sinken und empor getragen werden sind eins.
Gespräche belauscht.
- Das geht doch nicht.
- Nee! Das ist doch nur Show.
- Wie kann man denn so übereinander herfallen.
- Ja! Und das noch in aller Öffentlichkeit!!
Und ich stelle mir die Gesichter vor. Verkniffener Blick, leicht keifende Aussprache, vielleicht etwas Geifer im Mundwinkel und auf jeden Fall Falten um die Augen. Falten, die nicht vom Lachen sind.
Ich öffne meine Augen, um die geistig gemalte Schablone über das Gesicht zu legen - und sie paßt nicht.
Beide Oberarme tätowiert, Dreadlocks, sonnengebräunt. Nur das mit den Falten um die Augen scheint zu stimmen. Was wohl so ein wenig Sexentzug aus den Menschen machen kann..
Und noch eins.
Der Vater zu den Kindern:
- Ihr seid gestern im Hotel wieder auf dem Bett gesprungen. Ich hatte das euch doch verboten!
Ein Kind zum Papa:
- Du bist doch mit Mama gestern Abend auch noch auf dem Bett gesprungen. Das Bett hat ganz schön gequietscht. Ich hab das gehört.
Der Papa schaut leicht errötend die Mama an. Die Mama lacht.
Was so etwas Sex aus den Menschen machen kann.
Hab heute ein süßes Päarchen gesehen: Frauchen und Hund. Einen richtigen Hund: kurze Beine, kurze Haare, Dichschädel. (Teckel würde ich sagen, wenn es so geschrieben wird.)
Die beiden gingen spazieren - und wie es Hunde so machen, zog der Hund an der Leine. Frauchen zog ihm immer wieder zu sich zurück. Tipp, tipp, ging der Hund wieder nach außen und zog an der Leine. Frauchen zog wieder zurück. Tipp, tipp, Hund wieder außen. Frauchen wieder zurück.
Ich sah mir dieses Schauspiel mit Kurzzeit-Wiederholungs-Fortsetzung an und kam nicht umhin mich zu fragen: Wer lernt hier eigentlich nicht dazu?
Wie würde ein verunsichertes, leicht geschmerztes Lächeln aussehen? Aber von Anfang an.
Ich war heute Eis essen. Die Eisdiele hatte innen (noch) keine Sitze und so saßen wir außen und schleckten genüßlich unser Eis. Sehr lecker. Die Leute kamen und gingen. Überhaupt hat heute die Sonne viele Leute auf die Straße gezaubert.
Wir saßen also vor dem Eisladen, als von rechts ein Päarchen ankam und von links eine Mama mit Kinderwagen und nutzungsgerechtem Inhalt. Beide erreichten ungefähr zum selben Zeitpunkt den Eingang zum Laden. Kurzes Innehalten und abschätzende Blicke. Dann brach ein Lächeln durch die Gesichtszüge. Der Mann vom Päarchen bot seine Hilfe an und hob den Wagen in den Laden. Die Mama bedankte sich und holte noch im gleichen Moment zum Gegenschlag aus.
- Vorsicht. Kinder sind ansteckend.
In diesem Moment spaltete sich die Szene in zwei Hälften. Die Frau vom Päarchen lächelt verstohlen, der Mann vom Päarchen bringt eben jenes verunsicherte, leicht geschmerzte Lächeln zu Tage.
Bipolare Welt. Zwei Pole. Unterschiedlich geladen und - Scheiß auf die Physik - in diesem Moment fühlten sie sich nicht zueinander hingezogen.
Sonntage sind immer irgendwie farblose Tage. Zum schweigenden Spazierengehen. Zum Gedichte auf dem Klo lesen oder den ganzen Tag zwischen Kühlschrank und Bett verbringen. Es ist nicht einmal wie beim Pokern, wenn man sein letztes Geld auf sein allerletztes Blatt setzt. Oder noch einmal warmes Wasser in die Wanne nachlaufen läßt.
Sonntage sind farblos.
Aber da heute der Himmel blau ist.. werde ich diesem Sonntag die Farbe von Schokoeis geben. Vielleicht auch mit Sahne. Mal gucken.
—–
Heute mit einem Kumpi diese unheimlich begeisternden Haselnusstörtchen von Lidl gegessen - trotz erkannter Gefahr. Einmal angefangen isst man halt die Tüte leer.
Einer hielt die Tüte, beiden griffen (immer noch kauend) immer wieder rein bevor der Mund richtig leer war. Situation also: zwei Typen stehen sich quasi Nase an Haselnusstörtchentüte an Nase gegenüber und schmatzen, kauen, schlucken.
- Mist.
- Hm?
- Die Dinger machen süchtig.
- Hm!
Allgemeines Kauen.
- Wenn du erst einmal eine gekostet hast.. kannst du nicht mehr die Finger davon lassen. Die machen süchtig.
- Jupp. Wie Frauen.
Und mit dieser allgemeinen Aussage möchte ich heute schließen. Na, vielleicht eine noch: bitte, Mädels, fühlt euch angesprochen. Ihr macht süchtig.
Es kriselt also. In der CDU. Alle wollen mit oder gegen Merkel sein und keiner weiß so richtig warum. Westerwelle meinte, dass die CDU einfach ein Problem hätte, von einer Frau geführt zu werden. Dies wäre in seiner Partei, so Westerwelle weiter, kein Problem….
Ja, ich gestehe ein: ich musste mehr als grinsen.
Und noch einen. Alle Musikkanäle werden wohl von Handyserviceanbietern finanziert. Auf jedem dieser Sender soll man Klingeltöne (nein, garantiert kein Abo!) oder Bilder (Nein doch! Kein Abo!!) oder auch Videos (NEIN!NEIN! KEIN ABO) abonnieren.
Oder sich auch von einem Liebesorakel die Chance der Liebe wahrsagen lassen. Ich habe lange nicht dran geglaubt. Wer glaubt auch schon an so etwas?
Bis, tja, bis halt diese Anzeige kam:
Lars (Herzchen) Andreas 34% - lasst lieber den Kinderwagen noch im Geschäft.
Wer mag da noch vom Glauben abfallen?
ScheissWetterSonnenscheinLaune
Voll und satt sitze ich vor dem Rechner und habe noch den Nachgeschmack vom Inder im Kopf und insbesondere im Mund. Ein Nachgeschmack wie gewürzter ZähGummiAutoStraßenBahnHilfsBelag und draußen regnet es auch noch.
Genau in diesem Moment hätte ich lieber den Geschmack von Meeressalz auf meinen Lippen. Den Geschmack, den ich einem Nacken geraubt, weggeküsst hätte.
Mitten im Schlaf, mitten im Traum schreckt sie hoch, wischt sich die Augen. Alles um sie herum ist dunkel, schwarz. Sie hebt ihre Hand und sieht in die Richtung wo sie jetzt vor ihrem Gesicht sein müßte. Sie erinnert sich an die Bilder aus ihrem Traum. Allein. Verlassen. Einsam. Nur einen Rücken gegen das dunkle Licht. Ein Rücken, der sich entfernt. Immer schneller. Ein Rücken, der sie zurück läßt.
Sie sitzt in ihrem Bett, atmet tief durch, legt sich wieder hin, zieht die Knie an die Brust, dreht sich auf die Seite. Zögernd streckt sie eine Hand auf die andere Seite des Bettes aus. Nichts. Lange nichts. Nichts.
Als sie auf Widerstand trifft, auf körperwarmen Widerstand trifft, erklingt ein weiches Murren. Sie kuschelt sich an die Geräuschquelle.
- Danke, flüstert sie in die Stille.
Etwas wie ein Schmatzen klingt durch die schwarze Nacht.
- Dafür sind Freunde da.