groß
Ich habe heute meine erste große wiedergesehen. Mal wieder gesehen. Wie das ist? Nie das gleiche und immer wieder das selbe. Jeder hat jetzt sein eigenes Leben. Eins nach dem gemeinsamen. Mittlerweile hält mich ihre Mutter für einen von den Guten. Und dabei bin ich es vor zehn Jahren vielleicht noch gewesen. Wie so viele Dinge, die ich vor zehn Jahren war.
Wie konnte ich so blind sein? Und ich meine beide Varianten.
Mittlerweile weiß ich etwas mehr. Habe dafür andere Sachen vergessen. Alles vergeht. Nichts kann von Bestand sein. Es bleiben zwei Leben und gemeinsame Momente.
(Und vielleicht eine Träne bei gemeinsamen Liedern… mit dem selben Geschmack.)
Jedes Treffen ist wie ein kurzer Einhalt im freien Fall. In der Zone zwischen unseren eigenen Leben, in den gemeinsamen Augenblicken. Und schon bald geht jeder in sein Leben zurück. Schaut noch einmal über die Schulter und, ja, wir werden uns wieder sehen.
Wie wird es dann sein?
Vielleicht hätte ich das gerade nicht lesen sollen. Hab ich aber nun einmal. Und es ist schön. Nur vielleicht der falsche Augenblick.
Also lese ich es später noch einmal. Viel später.