out on the weekend
Sonntags raus. Raus aus Berlin, dem Streß, dem Geruch der Stadt. Raus ins Grüne. Wie so viele Leute und wie so viele Male vorher rein ins Auto, aufs Fahrrad, in die Bahn und raus aus der Stadt. Heute mal mit dem Auto.
Die Ruhe muss man dafür schon vorher haben, weil auch so viele andere diese Idee haben und die Straßen sind voll. Voll mit Autos voll Picknickkörben, Decken, Kindern, Eltern. Voller Menschen, die kurz entfliehen wollen.
Ich fahre ruhig, schiebe eine Kassette ins Radio und lausche den Sonnenstrahlen, wie sie sich durch die Blätter schieben. Der Wind streicht sie leicht beiseite, so dass die Sonnenstrahlen etwas leichter haben. Irgendwie sind an solchen Tagen alle hilfsbereiter.
Ich schaue in den Rückspiegel. Alle halten den Sicherheitsabstand ein und trotzdem versucht keiner zu überholen. Sonntagsfahrer. Ich atme ruhig.
Ein Geräusch schiebt sich durch die Musik aus den Boxen. Ich kann es erst nicht zu ordnen, dann sehe ich in den Rückspiegel und sehe das Blaulicht. Ich fahre rechts ran. Wie alle hinter mir. Als der Krankenwagen vorbei ist, fahre ich wieder auf die Straße und ihm im Sicherheitsabstand hinterher.
- An so einem Tag im Krankenwagen, denke ich.
Ich sehe so etwas wie Schatten an den Milchglasscheiben. Ich erahne Köpfe, Schultern, Arme. Ich schaue auf den Tacho. Der Krankenwagen fährt verhältnismäßig langsam. Fast surreal dazu die schnellen Bewegungen hinter dem Milchglas. Hektisch. Viel zu schnell für diesen Tag hetzen sie hin und her. Über das Glas, durch meinen Blick.
Dann ein kurzer Moment wie ein Sog. Die Hektik verschwindet aus den Bewegungen. Das Blaulicht geht aus. Gänsehaut.
Die Sonne scheint.
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